Was sind eigentlich Ersatzbrennstoffe?
Ein Portrait der Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft.
Dienstleister-Verwerter-Produktionsbetrieb-Versorger
Ersatzbrennstoffe oder kurz gesagt EBS sind die Leidenschaft von Rudolf Zajons, dem Gründer der Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft im Industriegebiet Süd.
An dem Standort in Melbeck betreibt das innovative Unternehmen eine genehmigte Aufbereitungsanlage für Abfälle aus der Papierindustrie und andere Abfallarten.
Auf über 60.000 m² werden rund um die Uhr 150.000 Tonnen EBS pro Jahr produziert. Zur Hauptanlage, der eigentlichen Verarbeitung gehören Input-, Output, Puffer- und Ballenlager.
Die alternativen Brennstoffe bestehen im Wesentlichen aus klein geschredderten Kunststoffstückchen. Mit einem Heizwert von ca. 16.500 kJ/kg, das entspricht in etwa dem doppelten Energiehalt von Braunkohle, wird der Ersatzbrennstoff in Kraftwerken eingesetzt.
Die Kraftwerke ersetzen damit Primärenergieträger wie Kohle oder Öl. Zum Einen sparen Kraftwerke damit Geld für die Brennstoffbeschaffung, zum Anderen wird weniger CO2 verbraucht.
Durch die Verwertung der Abfälle leistet die Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft einen erheblichen, oft verkannten Beitrag zum Umweltschutz. Zajons bringt verbrauchte Energie zurück und entlastet die Umwelt.
Mit dieser Geschäftsidee hat Zajons seit der Firmengründung im Jahre 1997 ein Umdenken in der Papierindustrie bewirkt. Mittlerweile betreiben einige große Papierfabriken eigene EBS-Kraftwerke zur Energieversorgung und verarbeiten ihre Abfälle selbst.
Nicht nur die Papierindustrie braucht diese Ersatzbrennstoffe, sondern auch andere energieintensive Industrien wie die Zementproduktion setzen in einem erheblichen Maß diese alternativen Brennstoffe ein.
In dem Betrieb arbeiten zurzeit 40 Mitarbeiter, viele von Ihnen sind schon seit den ersten Tagen dabei. Seid dem letzten Jahr bildet die Zajons Logistik Energieanlagenelektroniker und Kaufleute aus. In diesem Jahr wurde ein eigenes Analysenlabor eingerichtet, um die Inputstoffe zu kontrollieren und die produzierten Ersatzbrennstoffe in der Güte zu überwachen.
„Qualität und Zuverlässigkeit spielt bei der Zajons Logistik eine große Rolle. Nur so gelingt es, laut Rudolf Zajons, in dem immer stärkeren Wettbewerb sich durchzusetzen.“
Der bisherige Erfolg des Unternehmens ist insbesondere auf die überdurchschnittliche Motivation und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter zurückzuführen.
Auch für die Zukunft hat Rudolf Zajons noch Großes vor. Sein nächster Coup ist die Errichtung eines weiteren Werkes zur Verarbeitung von Abfällen, die eigentlich noch nicht da sind.
Die Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft plant den Bau einer Aufbereitung für Windflügel. Das sind die Rotorblätter der Windkraftanlagen. Durch so genannte „Repowering-Maßnahmen“ werden ältere Windkraftanlagen ertüchtigt. Dabei werden die Rotorblätter ausgewechselt. Was geschieht mit den Windflügeln? Verbrennen in einer Müllverbrennungsanlage geht aufgrund der Größe nicht und die Deponierung ist per Gesetzt verboten.
Die Lösung ist wiederum die Aufbereitung zu Ersatzbrennstoffen. Mit einer geplanten Kapazitätserweiterung um 50.000 Tonnen auf 200.000 Tonnen ist Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft dann der größte EBS produzierenden Standort in ganz Deutschland.
In dem neuen Werk werden nach der Inbetriebnahme und der entsprechenden Auslastung bis zu 12 neue Arbeitsplätze entstehen. Zusätzlich kommen die Mitarbeiter hinzu, die mit Spezialfahrzeugen die Windflügel von den Windkraftanlagen abholen.
„Wenn die Genehmigungsbehörden mitspielen und alles klappt, steht das neue Werk zum Ende des Jahres. Dann ist es auch Zeit den Generationswechsel einzuleiten“, so der 64 jährige Rudolf Zajons, der sich dann langsam aus dem Geschäft zurückziehen möchte.
Hierfür hat Rudolf Zajons bereits eine neue Führungsebene aufgebaut. Zur Nachfolge sind angetreten:
Geschäftsführer: Dipl. Ing. Jörg Lempke
Betriebsleiter und Prokurist: Hendrik Wegner
Controller: Dipl. Kfm. Thomas Schulz
Produktionsleiter und
Handlungsbevollmächtigter: Sven Kruse
Stoffstrommanager: Mika Lange
Interessierte Leser, die mehr über das Unternehmen wissen möchten, können sich direkt bei der Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft melden. Für weitere Informationen steht das Unternehmen gern zur Verfügung. Im Übrigen plant die Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft im Herbst einen Tag der offenen Tür.